Auf ein Glas mit …

... Jonathan Pichler – Chef Pâtissier

3 Fragen an unseren Chef-Pâtissier Joni

 

Alter: 27 Jahre

 

Im einsunternull-Team seit: August 2019

 

Ausbildung: Konditorei Frederick, Schruns, Vorarlberg/Österreich

Neben deiner Passion für alles Süße hast du ja noch eine zweite Leidenschaft, die sich fast genauso begleitet, wie dein Pâtissier-Beruf. Magst du uns einmal von deinen beiden Schwerpunkten berichten?

Aber klar! Zum einen bin ich Chef-Pâtissier im einsunternull und das auch wirklich aus Leidenschaft. Dabei habe ich eigentlich keinen speziellen Schwerpunkt. Mir macht es wirklich einfach wahnsinnig Spaß, immer wieder neue Desserts oder auch Pre-Desserts zu kreieren, das Gericht als solches weiterzuentwickeln, die Kollegen probieren zu lassen und ihre Reaktionen umzusetzen. Dieses Miteinander liegt mir am meisten.

Privat bezeichne ich mich gern als Collagier. Ich erstelle seit Jahren regelmäßig Collagen mit Schere und Papier. Das fühlt sich für mich wie die ideale Erweiterung meines beruflichen Könnens an, weil ebenso kreativ wie vielseitig. Seit einiger Zeit hängen meine Bilder sogar im einsunternull, worauf ich ziemlich stolz bin. Sie sind auch verkäuflich (zwinkert).

„Ich schätze die Zusammenarbeit mit Joni, weil er ein genügsamer Kollege und ein kreativer Pâtissier ist."

Silvio Pfeufer, Küchenchef

Joni, wir trinken gerade ein Glas Vanille-Rosmarin-Limonade mit dir (alkoholfrei!). Warum hast du dich für das Getränk entschieden?

Weil das einfach der beste Drink war, den wir je hatten. Die Limonade hatten wir im Programm, als ich gerade im einsunternull neu war. Den Sommer hab ich sie echt ständig getrunken und sie ist immer noch ungetoppt. Meine Meinung (grinst).

Ich finde, das einsunternull ist zu Recht nicht nur für das Essen, sondern auch für die passende flüssige Begleitung bekannt und gerade die alkoholfreien Alternativen sind echt gigantisch gut. Die  Aperitifs ohne Umdrehung entwirft zwar unsere Sommelière Anna, aber die alle alkoholfreien Getränke zu den einzelnen Gängen kommen von Marie und mir. Macht ja auch Sinn, dass die Herstellung von Sirups, Extrakten, Reduktionen usw. bei der Pâtisserie liegt. Aktuell haben wir eine Rhabarber-Limo mit Mandelöl zum Kaisergranat oder passend zum Wild, unserem Hauptgang mit Reh, eine Fichtenlimonade. Es macht uns echt Spaß, uns da auszutoben und Berlin lässt sich auch total gut in den Getränken wiedergeben. Zu unserem Gang Sonnenallee, der die arabisch geprägten kulinarischen Einflüsse aus Neukölln einfängt, gab es zum Beispiel einen hausgemachten Ayran mit Minzöl.

 

Wie immer fragen wir am Ende: Magst du den Satz für uns beenden: „Berlin ist für mich …“

… eine neue Herausforderung. Kurz und knapp.

Ich komme ja ursprünglich aus Österreich, genauer aus Schruns/Vorarlberg und habe da auch meine Ausbildung gemacht. Da ticken die Uhren echt noch anders. Danach war ich erst knapp vier Jahre im Atelier vom Bayerischen Hof in München und anschließend zwei Jahre bei Andreas Caminada in der Schweiz. Aber Berlin ist einfach noch mal was ganz anderes – in jeder Hinsicht!