Auf ein Glas mit …

... Melvin Gerzic – Chef de Partie

3 Fragen an unseren Chef de Partie & Gardemanger Melvin

Alter: 24 Jahre

Im einsunternull-Team seit: September 2019

Ausbildung: Gasthof Hartl „Zum Unterwirt“/Türkenfeld, Bayern

Gebürtig bist du aus Bayern, wo du auch gelernt hast. Eine weitere Station war dann das berühmte Hotel Traube Tonbach im Schwarzwald … und jetzt zack: Sterne Restaurant Berlin Mitte. Ein Kulturschock?

Es ist natürlich schon sehr anders hier als im Süden, aber jeder Ort in Deutschland ist anders als Berlin. Und Berlin selbst ist in jeder Ecke so anders und eigen, dass man von einem Bezirk zum nächsten einen Kulturschock bekommen könnte. (lacht) Aber das ist ja auch genau das Reizvolle an der Stadt, das wir auf unseren Tellern abbilden möchten. Privat finde ich diese Vielfalt einfach total spannend und inspirierend. Und beruflich bzw. kulinarisch bin ich aus der Traube Tonbach durch die drei verschiedenen Restaurants Vielseitigkeit ja durchaus gewohnt. Die einzelnen Küchen sind zwar klar von einander getrennt, aber man tauscht sich natürlich viel untereinander aus oder wechselt mit der Zeit auch mal den Posten. Ich war ja zum Beispiel in der Köhlerstube, als wir 2019 den Stern bekommen haben, während Sina, die jetzt ja auch Sous-Chefin bei uns im einsunternull ist, zum selben Zeitpunkt in den Schwarzwaldstuben war. Als Angestellter profitiert man da auf jeden Fall von den unterschiedlichen Ausrichtungen der einzelnen Küchen und lernt wahnsinnig viel.

 

„Melvin bereichert das Team nicht nur mit seinem sicheren Geschmack & Fachwissen, sondern auch mit seiner humorvollen ‚immer einen Spruch auf den Lippen-Art‘."

Silvio Pfeufer, Küchenchef

Seitdem du im einsunternull bist, hast du auch den Posten des Gardemanger inne – was reizt dich an der Position?

Auch hier: dass der Posten so vielseitig ist. Fisch, Fleisch und Gemüse spielen bei uns durch das Berliner Konzept eine beinahe gleichwertige Rolle. Nahezu alles kommt in unserem vollen 6-Gänge-Menü vor, d.h. ich bin pausenlos beschäftigt und muss ständig umdenken. Und das auf höchstem Niveau. Das mag ich. Immer das Gleiche machen, würde mich langweilen. Außerdem kann ich wahnsinnig viel ausprobieren – täglich neue Methoden, neue Zutaten, neue Geschmäcker. Super. Ach, und ich bin auch gern die Kaltmamsell vom einsunternull!

Wie immer fragen wir am Ende: Magst du den Satz für uns beenden: „Berlin ist für mich …“

… eine Mottoparty, die nie aufhört!