Festtags-Wein-Set | Champagner + Rotwein

80,00 

Empfehlung: Anna Schilling, Sommelière im einsunternull

Die beiden Sommeliers der Berliner Sterne-Restaurants einsunternull und CORDO zusammengetan und sich eine hochwertige Weinbegleitung für einen ganz besonders exquiten Gourmet-Jahreswechsel oder weitere, festliche Anlässe überlegt. Vorweg zum Anstoßen waren sich Anna Schilling und Nicholas Pratt sofort einig.

Champagner von Andere Heucq, HERITAGE Assemblage extra brut

Der Bio-Champagner Assemblage extra brut aus dem Hause André Heucq ist ein Teil der Heritage Kollektion und ein Blend aus drei klassischen Rebsorten: 40% Chardonnay, 30% Pinot Noir und 30% Pinot Meunier. Die Trauben stammen aus den Weinbergen von der Region Valle de la Marne, genauer gesagt aus den Dörfern Cuisles und Baslieux-Chatillon.

Mit seiner goldenen Farbe, der angenehmen Tiefe und seiner animierenden Kohlensäure ist der Champagner der ideale Aperitif für besondere Abende. Er riecht nach kandierten Früchten, Brot, Apfel, etwas weißem Pfeffer und profitiert von einer schönen Komplexität zwischen Frische und Kellerreife. Der Gaumen ist frisch, voluminös und durch seine herbe Säure gut ausbalanciert.

Das biodynamisch arbeitende Weingut André Heucq wurde 1936 von ihm selbst gegründet und trägt sich mit mittlerweile 6 ha in der 4. Generation Es liegt zwischen Reims und Château-Thierry, sechs Kilometer nördlich vom Fluss Marne.

2016 Spätburgunder ‚Rosen‘ QbA, Richard Östreicher, Sommerach, Franken

Als Rotwein empfiehlt unsere Sommelière Anna zum Menü den fränkischen 2016er Spätburgunder ‚Rosen‘ aus dem Weingut Richard Östreicher. „Mich erinnert Richard Östreichers Spätburgunder unweigerlich an die famosen Pinots von Armand Rousseau: Helle Farbe, perfekt integriertes neues Holz, filigrane Textur, aber ein hochdifferenzierter Hammer an Informationen mit Potential für Jahrzehnte, stilistisch mutig und unverkennbar authentisch,“ beschreibt Anna ihre Wahl für das Silvester Menü ‚eins mit CORDO‘. „Toll, daß es so etwas auch in Franken gibt. Richard Östreicher nimmt dem unausrottbaren Glauben an die Kraft der Farbe jeglichen Sinn und lässt seinen besten Wein im Keller aus sich selbst heraus wirken. Und zwar jedes Jahr anders. Ohne Schema, ohne Klischee, ohne Rezept im Keller.“

Das Weingut Richard Österreicher liegt im Weinort Sommerach, an der südlichen Mainschleife auf der sogenannten ‚romantischen Weininsel‘. Bei genauerem Hinsehen wird allerdings deutlich: Mit Romantik hat diese Insel leider nichts zu tun, sondern viemehr mit einer Flurbereinigungskatastrophe: Vollkommen kaputt gewirtschaftete Böden, keine ökologische Nische, kein Baum, kein Strauch. Agrarchemiewüste trifft es da besser. Statt Romantik „sauber“ mit Herbiziden abgespritzte Weinbergs-Monotonie soweit das Auge reicht. Von Sommerach bis Volkach, mit Inseln biologisch-ökologischen Widerstands dazwischen.

1995 übernimmt Richard Östreicher den Hof von seinem Vater, um vor wenigen Jahren auf zertifizierten Bioanbau umzustellen. Als Gründungsmitglied von »Frank und Frei«, einer Winzervereinigung, die sich bewusst die fruchtige Uniformität internationaler Stilistik auf die Fahnen geschrieben hat, merkt er schnell, dass Reinzuchthefen, Aroma-Enzyme und Kaltvergärung nicht das sind, was seiner Vorstellung von Weinqualität entspricht. Östreicher orientiert sich um, reist nach Frankreich, beginnt intensiv zu verkosten und pflanzt französisches Rebmaterial an. Obwohl er vom Vater erstklassige alte Silvaner-Parzellen erbte, sieht er im Silvaner bis heute nicht seine Zukunft. Allerdings hatte der Vater bereits damals Pinot Noir gepflanzt und damit Östreichers Vorliebe für hochwertige Burgundersorten entfacht, auf die er heute seinen Fokus legt.

Alkoholgehalt:

12%

Inhalt:

0,75L

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